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Best Practices -
Aus Reststoffen werden Rohstoffe
In der Region entstehen bereits zahlreiche innovative Lösungen, bei denen Nebenströme sinnvoll genutzt und in neue Wertstoffe überführt werden. Auf dieser Seite stellen wir ausgewählte Best Practices aus der Bioökonomie vor – von der Lebensmittelverarbeitung bis hin zu neuen Materialien. Sie zeigen, wie Kreislaufwirtschaft in der Praxis funktioniert und welches Potenzial in Reststoffen steckt.
Bierhefe wird zu hochwertigen Spezialprodukten

Leiber GmbH
Bierhefe → Upcycling & Veredelung → Lebensmittel-, Futtermittel- und Biotechnologieprodukte
Leiber veredelt Bierhefe aus Brauereien zu hochwertigen Produkten für die Lebensmittelindustrie, Tierernährung, Biotechnologie und Gesundheitsanwendungen. Mit speziellen Aufbereitungsverfahren wird ein Nebenstrom der Bierproduktion seit Jahrzehnten einer hochwertigen Nutzung zugeführt. So entsteht aus Bierhefe zusätzliche Wertschöpfung im Sinne der zirkulären Bioökonomie.
Sägespäne und Haferspelzen werden zu neuen innovativen Produkten
Holzmühle Westerkamp GmbH
Sägespäne, Holzhackschnitzel & Haferspelzen → Vermahlung, Absiebung, Pelletierung & Compoundierung → Naturfasern, Biocompounds, Futtermittel & Einstreu
Die Holzmühle Westerkamp GmbH zeigt eindrucksvoll wie aus frischen, unbehandelten Sägespänen, Hackschnitzeln Haferspelzen und anderen Nebenströmen nachwachsender Rohstoffe durch mechanische Aufbereitungsprozesse neue natürliche Grundstoffe für viele Anwendungen entstehen.
Die Holzmehle, Holzgranulate, Holz- und Haferfasern werden beispielsweise in der Saatgutummantelung, der Filtration von Flüssigkeiten, als Ballaststoff in der Tierernährung oder für die Herstellung von WPC und Biokunststoffen eingesetzt. Darüber hinaus entwickelt die Holzmühle Westerkamp innovative biobasierte Werkstoffe aus Holzfasern und Haferspelzen.
Die naturfasergefüllten und biologisch abbaubaren Biopolymere stellen eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Kunststoffen dar und zeigen wie industrielle Nebenströme erfolgreich in neue Wertschöpfungskreisläufe integriert werden können.
Eierschalen werden zu Wertstoffen

Ovobest Eiprodukte GmbH & Co. KG
Eierschalen → Aufbereitung & Vermahlung → Additive & Füllstoffe
Ovobest verarbeitet jährlich große Mengen Eier zu hochwertigen Eiprodukten. Dabei anfallende Eierschalen werden nicht nur als Abfall betrachtet, sondern als wertvolle Ressource für neue Anwendungen genutzt. Gemeinsam mit Partnern arbeitet das Unternehmen daran, Eierschalen als biobasierten Rohstoff für innovative Materialien und industrielle Anwendungen verfügbar zu machen.
Einwegverpackungen werden durch Mehrwegsysteme ersetzt

Runden Group GmbH & Co. KG
Einwegverpackungen → Mehrweg-Pooling → Wiederverwendbare Transportverpackungen
Mit ihren Pooling-Systemen für Mehrweg-Transportverpackungen unterstützt die Runden Group Unternehmen dabei, Einwegverpackungen in der Lebensmittellogistik zu ersetzen. Die Mehrwegbehälter werden mehrfach genutzt, im Kreislauf geführt und nach ihrem Einsatz wieder aufbereitet. Dadurch werden Abfälle reduziert, Ressourcen geschont und Transportprozesse nachhaltiger gestaltet.
Sauermolke wird zu Tiernährungsprodukten

DMK Deutsches Milchkontor GmbH
Sauermolke → Aufbereitung → Tierernährungsprodukte
Während Süßmolke aus der Käseherstellung bereits seit vielen Jahren ein wertvoller Rohstoff für Lebensmittelanwendungen ist, erschließt DMK neue Nutzungsmöglichkeiten für Sauermolke aus der Herstellung saurer Milchprodukte. Durch gezielte Aufbereitung wird dieser bislang nur begrenzt genutzte Nebenstrom zunehmend in der Tierernährung eingesetzt und in zusätzliche Wertschöpfung überführt.
Dr. Ralf Zink
Global Head of Research & Technology
Kreisläufe in der Tierhaltung schließen

Big Dutchman AG
Nährstoffe & Nebenströme → Stall- und Umwelttechnik → Ressourceneffiziente Tierhaltung
Big Dutchman entwickelt Lösungen für eine ressourcenschonende und zukunftsfähige Tierhaltung. Dazu zählen Technologien zur Reduzierung von Emissionen, zum Nährstoffmanagement sowie neue Ansätze wie Insektenfarming und Recyclingkonzepte. Ziel ist es, Stoffkreisläufe in landwirtschaftlichen Produktionssystemen effizienter zu gestalten und Ressourcen möglichst lange im Kreislauf zu halten.
Pflanzliche Nebenströme werden zu Proteinprodukten

Elea Technology GmbH
Pflanzliche Nebenströme → PEF-Technologie → Proteine und weitere Inhaltsstoffe
Mit der Pulsed-Electric-Field-Technologie (PEF) von eLEA lassen sich pflanzliche Rohstoffe sowie Neben- und Restströme effizient erschließen. Durch den gezielten Zellaufschluss können wertvolle Inhaltsstoffe wie Proteine, Fasern oder weitere Pflanzenbestandteile gewonnen und einer höherwertigen Nutzung zugeführt werden. So trägt die Technologie dazu bei, Ressourcen effizienter zu nutzen und zusätzliche Wertschöpfung aus vorhandener Biomasse zu generieren.
Lebensmittelreste werden zu hochwertigem Tierfutter

Trocknungswerk Sögel GmbH
Back- und Süßwarenreste → Trocknung und Verarbeitung → Tierfutter
Das Trocknungswerk Sögel verarbeitet Nebenprodukte aus der Back- und Süßwarenindustrie zu hochwertigem Einzelfuttermittel. Durch Trocknung, Mahlung und Weiterverarbeitung entstehen wertvolle Rohstoffe für die Futtermittelherstellung. So werden Lebensmittelreste wieder in die Wertschöpfungskette integriert.
Hannes Wessels
Geschäftsführer
Gärreste werden zu Torfersatz

Vogelsang GmbH & Co. KG
Gärreste → Trennung → Torfersatzstoff
Mit Separatoren von Vogelsang werden Gärreste in eine feste und eine flüssige Phase getrennt. Die feste Fraktion wird bereits nach einer weiteren Aufbereitung mit Anmaisch- und Separationstechnik gezielt als Torfersatzstoff im Gartenbau genutzt und ersetzt dort fossile Rohstoffe. Gleichzeitig erleichtert die Auftrennung die Lagerung, den Transport und die bedarfsgerechte Ausbringung der flüssigen Nährstoffe in der Landwirtschaft.
Paul Krampe
Bereichsleiter Innovation & Rechtliches
Kartoffel-Nebenprodukte werden zu Sekundärrohstoffen

Wernsing Feinkost GmbH
Kartoffel-Nebenprodukte → Aufbereitung und Nutzung→ Sekundärrohstoffe und Energie
Bei Wernsing werden Nebenprodukte aus der Lebensmittelproduktion gezielt weiterverwertet und in interne Kreisläufe integriert. Kartoffelbasierte Reststoffe, wie Stärke, werden stofflich genutzt, während andere Nebenströme beispielsweise zur Energieerzeugung eingesetzt werden. Ergänzend setzt das Unternehmen auf ressourcenschonende Wassernutzung sowie Mehrwegsysteme in der Logistik, um Materialeinsatz und Emissionen zu reduzieren.
Jonas Dreckmann
Leitung Nachhaltigkeitsmanagement